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100 JAHR UROLOGIE GESCHICHTE ALS ZEITDOKUMENT IM TERMINUS DER ÄSTHETIK DES NEUEN 21. JAHRHUNDERTS.
14 Bildmotive recherchiert und erarbeitet durch den Archivar der Deutsche Gesellschaft für Urologie e. V. Professor Dr. med. Peter Rathert und der Künstlerin Kristina Frei. Die Bilder möchten in künstlerisch-ästhetischer Verfremdung einige Aspekte der Urologie darstellen, die den Urologen täglich begleiten. Eine Arbeit die nie das Urologische verlässt, sie findet aber zu jedem Aspekt einen neuen künstlerischen Zugang. Die historische Dimension des Faches wir dabei in gleichem Maße berücksichtigt wie chirurgisches Instumentarium oder bildgebende Verfahren der Medizin.
Kristina Frei bedient sich verschiedenster Varianten der Anverwandlung von Bildern: So findet der aufmerksame Betrachter Zitate, Paraphrasen, Adaptionen, Transformationen von Abbildungen aus den unterschiedlichen Bereichen, sie werden jedoch stets mit den Mitteln der Montage, der Farbänderung und der kompositorischen Neuordnungen verändert und verfremdet. Auf diese Weise ist jedes Bild ein inspiriertes Kunstwerk, das auch über die 100 jährigen Geschichte der Urologie hinaus seine Bedeutung behalten wird.
Kristina Frei, geboren 1974 in Karlsruhe, ausgebildete Fotografin, Media Art & Media Producer, arbeitet seit 1994 als selbständige Künstlerin und Unternehmerin im internationalen Kunstmarkt. Mit Ihrer Plattform k/frame vereint Sie Erfahrung, Forschung, Recherche, Ausstellung, Vermittlung und Dokumentation. Sie zeigt eine Überschreitung von Struktur und Hierarchie und schafft Zwischenräume.
Edition/Auflage 7 + 1AP
Jedes Bildmotive als Lambda Photoprints,
Format 80x120cm, Diasec auf Dibond.
Einzelpreis 1.200,-- EUR,
Gesamtbildreihe 15.000,-- EUR
Bezugsquelle: info@dgu-kongress.de
BOZZINI
Die Fotografie verbindet ein Autograph von Philipp Bozzini mit seinem Aquarell der Lichtquelle des Lichtleiters. (J.A. Benjamin Collection der UCLA Medical Library, Los Angeles).
ENDOSKOPIE
Ein Signaturinstrument der Urologie ist das Zystoskop*. Das Vorbild für alle späteren Modifikationen wurde von Maximilian Nitze (1848-1906) am 2. Oktober 1877 in Dresden vorgestellt. Klinisch nutzbar waren jedoch erst die in Wien mit J. Leiter (1830-1892) seit dem März 1879 eingesetzten Zystoskope.
Ein erstes Endoskop, den so genannten „Lichtleiter“ demonstrierte Philipp Bozzini (1773-1809) in Frankfurt am Main im Jahre 1806.
* Geschichte der Endoskopie. Band 1-4, 5-7. Reuter, M.A., Karl Krämer-Verlag, Stuttgart 1998, 2003.
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ERINNERUNG
Die Fotografie beinhaltet ein Portrait und eine Widmung von Alexander von Lichtenberg (1880-1949) („zur freundlichen Erinnerung an Jahre gemeinsamer glücklicher Arbeit. Berlin, 24.6.1936“) am Tag seiner Abreise aus Deutschland. Als Jude vertrieben aus Praxis und Klinik, der Lehrtätigkeit an der Charité und der Deutschen Gesellschaft für Urologie, dere Präsident er 1928 war und der den Maximilian Nitze-Preis stiftete. Mit Moses Swick entwickelte er 1929 die Ausschreibungsurographie.
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INKONTINENZ
Die Fotografie zeigt den Träger eines Urinals nach Penisverletzung (C. Cabaccini, 1762).
INKONTINENZ
Das Problem des unwillkürlichen Urnabgangs beschäftigt alle Menschen von Geburt an. Die Urologie ist zur zentralen Fachgesellschaft für die Enttabuisierung, Diagnostik und Therapie dieses die Lebensqualität tiefgreifend verändernden Leidens. Das gleichberechtigte Zusammenwirken mit anderen Disziplinen fokusiert sich in der Gesellschaft für Kontinenz (H.Melchior) und dem Arbeitskreis Urologische Funktionsdiagnostik und Urologie der Frau.
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ROBOTOR
Das Bildmotiv verfremdet den Einsatz der Technik (Robotor „da-Vinci”) in der Urologie.
INNOVATIVE TECHNIK
Für die Diagnostik und Therapie in der Urologie wurden wegweisende Techniken entwickelt bzw. genutzt. Das Zystoskop (M. Nitze) legte die Basis für die „Minimal invasive Therapie“ (Knopflochchirurgie). Der Laser fand Eingang in die Tumor- und Steintherapie. Die Stoß-wellenlithotrypsie (ESWL) hat die Therapie der Urolithiasis revolutioniert und für den Patienten humanisiert. Sie versöhnt mit dem Bedrohungspotential moderner Technik. Der Einsatz moderner Roboter (da-Vinci) muss diesen Nachweis noch erbringen.
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SONNE
Die Fotogarfie belegt die anhaltende Faszination, die bereits von der Oberflächenstruktur eines Harnkonkrements (Ca-Oxalat) ausgeht.
DAS HARNSTEINLEIDEN (UROLITHIASIS)
Der älteste bekannte Blasenstein fand sich in Ägypten in einer Mumie aus der Zeit um 3000 v. Chr. (El Amrah). Doch es ist anzunehmen, dass die Urolithiasis die Menschheit von Anbeginn bis heute begleitet. Die Entschlüsselung ihrer kausalen und formalen Genese ist weiterhin ein Schwerpunkt der urologischen Forschung.
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HARNSTRAHL
Die Demonstration eines optimalen Ergebnisses einer Hypospadiekorrektur.
UROGENITALORGANE
Fehlbildungen und Erkrankungen der Urogenitalorgane sind bei Kindern häufig. Deren Diagnostik und Therapie erfolgt durch Pädiater, Nephrologen, Kinderchirurgen und Urologen. Der Anspruch auf die alleinige Kompetenz einer Fachdisziplin erscheint im Hinblick auf die geforderte Spezialisierung nicht gerechtfertigt. Interdisziplinäre Zusammenarbeit ist gefordert unter Berücksichtigung der speziellen Urochirurgie.
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LÖFFEL
Das Foto symbolisiert die Lysetherapie der Harnsäureurolithiasis (Zitrone) und den Steinlöffel (Bouton) des Steinschnitts (Lithotomie).
THERAPIEENTSCHEIDUNG
Die Urologie fasziniert durch die Vielfalt ihrer Thera-piemöglichkeiten. Eine Entscheidung zwischen Abwarten, konservativ, medikamentös, diätetisch, minimal-invasiv, endoskopisch oder operativ setzte eine umfassende Abstimmung mit der Patientin und dem Patienten voraus. Der Urologe als der Arzt/Ärztin der/die „mit seinem Pati-enten redet“. Dieses Gespräch fordert die umfassende allgemeinmedizinische und operative Aus- und Fortbil-dung des Urologen (Universität, Klinik, DGU, Akademie der Deutschen Urologen).
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KATHETER
Das Bild führt einen Katheter vor, der von einem Schäfer über 24 Jahre lang nach oraler Lubrikation zum Selbstkatheterismus eingesetzt wurde.
SONDEN UND KATHETER
Das Unvermögen, die Harnblase spontan zu entleeren, hat eine vielfältige Genese und wurde schon im Altertum mit pflanzlichen und metallischen Sonden therapiert. Trotz aller heutigen Bestrebungen eine dauerhafte Sonden-therapie oder Kathetereinlage zu vermeiden, bleiben beide weiterhin die häufigsten durch Urologen eingesetzten Hilfsmittel.
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ENDOSKOPIE
Das Foto vermittelt den Eindruck eines endoskopisch dargestellten fluoreszierenden Blasenkarzinoms.
BLASENKARINOMS
Ein bedeutender Tumor in der urologischen Onkologie ist das Blasenkarzinom. Zystoskopie, Sonographie, CT u.a. haben dazu geführt, das Blasenkarzinom häufig in einem therapierbaren Stadium zu diagnostizieren. Der thera-peutische Nihilismus des 19. Jahrhunderts konnte damit überwunden werden. Transurethale Resektion, Laser-vaporisation oder Zystektomie haben die Prognose der Patienten grundlegend verbessert. Die Techniken des Blasenersatzes (Leisinger, Hautmann, Studer, „Mainz“) konnten die Lebensqualität der Patienten entscheidend verbessern.
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DYNAMIK
Das Bild verdeutlicht die Komplexität video-densitometrisch-radiologischer Abklärung einer neurogenen Blasenentleerungsstörung.
FUNKTIONSDIAGNOSTIK-URODYNAMIK
Sehr früh wurden in der Urologie Forderungen nach einem besseren Verständnis patho-physiologischer Vorgänge erhoben, um von der „Organpathologie“ zur „System-pathologie“ überzugehen. Seitengetrennte Nieren-funktionsprüfungen, uro-radiologische Beobachtungen der Harnwege und die Verfahren zur urodynamischen Abklärung der Ureterperistaltik und der Miktion haben die Indikationsstellung der medikamentösen und ope-rativen Therapie grundlegend verbessert.
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ZELLEN
Die Fotografie präsentiert nach Papanicolaou gefärbte Urothelzellen eines Blasenkarzinoms unter Chemotherapie.
URINDIAGNOSTIK
Die Harnbeschau (Uroskopie) war über Jahrhunderte eine statusgebende Tätigkeit der Ärzte. Aus ihr heraus ent-wickelte J. Juncker (1679-1756) den Begriff der UROLOGIA, der unserem Fachgebiet zugrunde liegt. Noch heute findet sich der Harnbeschauer im Emblem der DGU und des BDU. Von der Uroskopie ist nur die makroskopische Betrachtung des Urins geblieben. Chemische Analyse, PCR und Mikro-biologie haben sie abgelöst. Verfeinert wurde sie durch die mikroskopische Analyse des Urins. Bereits 1856 emp-fahl V.D. Lambl das Mikroskop zur Diagnose des Blasen-karzinoms aus dem Urin. Bei fehlender Therapiemöglichkeit geriet das Verfahren zunächst in Vergessenheit.*
* History of clinical cytology: A selection of documents. H. Grunze, A.T. Springgs. G-I-T Verlag, 1983
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MEDIKAMENTÖS
Das Bild symbolisiert die präzise intravenöse Therapie.
CHEMOTHERAPIE - INFUSIONSTHERAPIE
Neben den operativen Therapien haben die konservativ-medikamentösen Therapien in der Urologie von Anbeginn eine große Bedeutung. Standen zunächst nur Phyto-therapeutika zur Verfügung, erweiterte sich das Spektrum z.B. mit Quecksilberpräparaten. Wissenschaftlich belegte Ansätze ergaben sich mit der Entwicklung der Chemie (Salvarsan u.a.). Die Polychemotherapie des Hoden-malignoms ist einer der größten Therapiefortschritte bei metastasierten Tumoren. Derzeit expandiert die Chemo-und die Immuntherapie bei fortgeschrittenen Nieren-, Blasen- und Prostatakarzinomen.
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HUGGINS
Das Bild berichtet von der Nobelpreisverleihung 1966 an den Urologen Ch. B. Huggins (1901-1997).
URO-ONKOLOGIE
Die malignen Erkrankungen der Urogenitalorgane sind ein Schwerpunkt in Klinik, Praxis und Forschung der Urologie. Karzinome als Berufserkrankung wurden bereits 1775 (Skrotum; P. Pott) und 1895 (Blase; L. Rehn) beschrieben. Für den Nachweis der Hormonabhängigkeit des Pro-statakarzinoms (PCA) wird ein Urologe mit dem Nobelpreis ausgezeichnet. Das Prostataspezifische Antigen (PSA) eröffnete neue Wege in der Diagnostik des PCA. Mole-kularbiologische Forschung, Proteomics u.a. versuchen die biologischen Variablen der Tumoren aufzudecken.
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NIERE
Das Foto zur Uro-Chirurgie verarbeitet den Lumbal-und Flankenschnitt, den G. Simon (1824-1876) seit 1869 zu den ersten geplanten Nephrektomien einsetzte.
URO-CHIROGIE
Das Postulat des Celsus: „Wessen Nieren verletzt sind, den kann man nicht retten“, war ein Hindernis in der Ausbildung einer früheren operativen Therapie der Urogenitalorgane. In der Urologie haben sich inzwischen hochdifferenzierte Operationen der Kinderurologie, des Blasenersatzes, der Nierenchirurgie etc. vervollkommnet, die das Skalpell auch in Zeiten der Laparaskopie zu einem unverzichtbaren In-strument des Urologen gemacht haben.
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Edition/Auflage 7 + 1AP
Jedes Bildmotive als Lambda Photoprints,
Format 80x120cm, Diasec auf Dibond.
Einzelpreis 1.200,-- EUR,
Gesamtbildreihe 15.000,-- EUR
Bezugsquelle: info@dgu-kongress.de
ALLE BILDMOTIVE SIND URHEBERRECHTLICH GESCHÜTZT COPYRIGHT BY KRISTINA FREI
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